Wie dermato-onkologische Studien von Digitalisierung profitieren
Erstellt am: 26.05.2021
Für Patienten in digitalen klinischen Studien der Dermato-Onkologie sind regelmäßige Untersuchungen und Arztbesuche unverzichtbar. Dezentrale klinische Studien (DCTs) bieten durch digitale Technologien eine erhebliche Erleichterung in der Studienbetreuung und verbessern die Patientenversorgung.
Digitale klinische Studien: Wie KI unerwünschte Ereignisse analysiert
So wie sich Patienten in ihrer medizinischen Vorgeschichte unterscheiden, variieren auch unerwünschte Ereignisse in digitalen klinischen Studien. Zu typischen Adverse Events (AE) gehören Symptome wie Schwindel, Übelkeit oder Stress. Künstliche Intelligenz (KI) unterstützt bei der Evaluation von AEs: Sie erfasst komplexe Zusammenhänge zwischen individuellen Patienten-Eigenschaften und möglichen Nebenwirkungen.
Durch die Analyse von Daten über Vorerkrankungen und auftretende Symptome bestimmt die KI Risikowerte für Adverse Events. In einer digitalen klinischen Studie kann die KI beispielsweise unspezifische Beschwerden wie Übelkeit oder rechtsseitige Magen- und Bauchschmerzen als potenzielle Anzeichen einer immunvermittelten Leberentzündung erfassen. Daraufhin werden automatisierte Warnmeldungen an die Studienzentren versendet, sodass Ärzte Verdachtsfälle umgehend überprüfen und die Medikation anpassen können.
Ein weiterer Vorteil von KI in digitalen klinischen Studien ist der Abgleich mit weiteren Studiendaten, um potenziell undokumentierte unerwünschte Ereignisse zu ermitteln. Dies reduziert Ungenauigkeiten und verbessert die Datenqualität.
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Digitalisierung der Patientenaufklärung durch Apps
Innerhalb digitaler klinischer Studien erhalten Patienten regelmäßige Informationen zu ihrem Krankheitsverlauf. Apps bieten hierbei eine innovative Möglichkeit zur digitalen Patientenbetreuung.
Die App informiert Studienteilnehmer über ihre Erkrankung, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten. Neben einem Lexikon zur Erklärung medizinischer Begriffe bieten personalisierte Videos und Benachrichtigungen eine individuelle Aufklärung. In dezentralen klinischen Studien können Patienten so beispielsweise die ABCDE-Regel zur Muttermaluntersuchung kennenlernen und direkt in der App dokumentieren.
Zudem ermöglichen digitale klinische Studien eine nahtlose Integration von Chatbots, die Patientenfragen in Echtzeit beantworten. Sponsoren entscheiden, ob Patienten über die App Einblicke in ihre klinische Studie erhalten. Werden Informationen auf diesem Weg bereitgestellt, fühlen sich die Teilnehmer besser involviert und bleiben motiviert.
DCTs: Bessere Patientenbetreuung durch digitale Sitzungen
Die COVID-19-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig digitale Lösungen für klinische Studien sind. Dezentrale klinische Studien (DCTs) bieten Patienten digitale Symptomabfragen und Follow-ups von zu Hause. Dies reduziert den Aufwand für Anreisen und ermöglicht eine ortsunabhängige Studienteilnahme.
Digitale klinische Studien bieten regelmäßige virtuelle Sitzungen mit direktem Kontakt zu Ärzten. Per Text- oder Videochat werden Patienten kontinuierlich betreut. Smartphone- und Computer-basierte Videolösungen erleichtern die Studienteilnahme und fördern die Akzeptanz digitaler Methoden.
Die Kombination von Televisiten mit zu Hause erhobenen Daten, etwa durch Fragebögen oder Biosensoren, optimiert die Effizienz dezentraler klinischer Studien. Sensoren im Ohr messen beispielsweise kontinuierlich Werte wie:
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Körpertemperatur
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Herzfrequenz
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Blutsauerstoffsättigung
Diese Daten fließen in die Bewertung des Gesundheitszustands und die Therapiegestaltung ein. Dadurch können Arzneimittel gezielter eingesetzt und Therapieansätze effizienter individualisiert werden. Patienten profitieren von einer besseren medizinischen Versorgung und einer optimierten klinischen Studienerfahrung.
Fazit
DCTs und digitale klinische Studien revolutionieren die Forschung und Prüfungen in der Dermato-Onkologie. Sie bieten innovative Ansätze für die Patientenbetreuung, optimieren klinische Studien und verbessern den direkten Kontakt zwischen Patienten und Ärzten. Besonders in Deutschland können solche digitalen Lösungen die Effizienz und Reichweite klinischer Studien erheblich steigern.