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Empower your Trial - Wie Diabetes-Studien von Digitalisierung profitieren

Erstellt am: 26.05.2021

 

Für Diabetikerinnen und Diabetiker gehört das ständige Messen des Blutzuckers und die Erhebung Ihrer Gesundheitsdaten zum Alltag. Neue Technologien ermöglichen einen tieferen Einblick in den Patientenalltag und schaffen einen Mehrwert für die Datenerhebung in Diabetes-Studien.

 

Patienten-Apps: Digitales Patiententagebuch für Diabetes-Studien

Diabetes-Patienten müssen auf ausreichend Bewegung und die richtige Ernährung achten, da diese Blutzucker und Insulinspiegel beeinflussen. So bietet es sich für Diabetikerinnen und Diabetiker an, Mahlzeiten und körperliche Aktivität in einer Patienten-App zu dokumentieren. Wie in einem Tagebuch halten sie ihr tägliches Wohlbefinden und Symptome, wie Müdigkeit, Kraftlosigkeit oder Sehstörungen, fest.

Immer öfter werden Apps dieser Art in Diabetes-Studien genutzt. Zum einen erleichtern sie die Erhebung von Daten, die Patienten direkt über das eigene Smartphone eintragen. Zum anderen werden Studien für Patienten spannender: Manche Apps bedienen sich auch an Elementen der Gamification, indem Patienten bei täglichen Aufgaben spielerische Herausforderungen gestellt bekommen.

Das motiviert Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Diabetes-Studien und sorgt für regelmäßige Nutzung. Damit unterstützt die App nicht nur die Einhaltung von Diät- und Trainingsplänen, sondern erhöht auch die Datenfrequenz.

Die Datenfrequenz ist anpassbar. Ob wöchentlich oder täglich - die App stellt Patienten lizenzierte, auf die jeweilige Studie abgestimmte Fragebögen bereit. Besuche in Praxen oder Kliniken sind nicht mehr notwendig. Stattdessen misst die App die Entwicklung des Gesundheitszustandes und der Lebensqualität und führt die Daten auf das tägliche Verhalten zurück.

 

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Wearables einbinden: Datenströme in Diabetes-Studien sinnvoll nutzen

Täglich Werte aus Blutzuckermessgeräten oder Informationen über Ernährung und Bewegung selbst zu dokumentieren, ist für Patientinnen und Patienten stets mit einem großen zeitlichen Aufwand verbunden. Um Patienten bei der Teilnahme an Diabetes-Studien möglichst viel Arbeit abzunehmen, lassen sich mobile Wearables mit der Patienten-App verknüpfen. Smartwatches ermitteln mit integrierten Fitness-Trackern neben Schrittzahl auch Dauer und Kalorienverbrauch von Trainingseinheiten.

Darüber hinaus werden Blutzuckermessgeräte oder Insulinpumpen mit der App verknüpft. Diese beiden Geräte gehören vor allem für Typ-1-Diabetiker mit Insulinmangel und stark schwankendem Blutzucker zum Alltag. Dabei werden folgende Variablen bestimmt:

  • Glukoselevel
  • Kohlenhydrataufnahme
  • HbA1c
  • Insulin
  • Triglyceride
  • C-Peptide

Je nach Gesundheitszustand entscheiden Ärztinnen und Ärzte aufgrund aktueller Werte über weitere Therapieschritte wie Medikation, Diät oder körperliche Bewegung. Die Verknüpfung von Echtzeitdaten mit Therapieentscheidungen zeigt wie Patienten auf Maßnahmen reagieren.

Eine gezielten Datenerfassung bringt den größtmöglichen Vorteil für Diabetes-Studien. Wie elektronische Fragebögen sind auch integrierte Geräte und zu dokumentierende Werte für jede Studie individuell anpassbar. Somit werden nur Daten erhoben, die einen Mehrwert für die Studienergebnisse bewirken.

 

Geräte und Apps in Diabetes-Studien: Neue Ergebnisse dank neuer Technologien

Die Einbindung von Geräten und Apps aus dem medizinischen Behandlungsbereich bietet präzisere Messwerte und eine gezieltere Datenerhebung für Diabetes-Studien. Dazu gehört unter anderem auch der Einsatz von Temperatursensorik, um die Fußwärme von Diabetes-Patienten regelmäßig zu messen.

Nervenschäden sowie Durchblutungsstörungen erschweren die Wahrnehmung und den natürlichen Heilungsprozess kleinster Verletzungen. Bei unbehandelten Wunden können so Geschwüre oder septische Erkrankungen entstehen.

Komplikationen wie diese lassen sich durch regelmäßige, hochsensible Temperaturmessungen vermeiden. Sie identifizieren Durchblutungsstörungen und aufkeimende Entzündungen frühzeitig, noch Wochen bevor der behandelnde Arzt die Möglichkeit hat, diese zu entdecken.

Neue Technologien ergänzen die fachliche Expertise der Ärztinnen und Ärzte und bieten neue Möglichkeiten der Datenerhebung und -beurteilung in Diabetes-Studien. Patienten erhalten zudem einen Überblick ihres Krankheitsverlauf. Dadurch erkennen sie schneller eine Verschlechterungen ihres Gesundheitszustandes oder potenzielle Komplikationen neben regelmäßigen Visiten und Selbstkontrollen.